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25. Okt. 2017, 10:44 Uhr

Umgebung neues Gemeindehaus

Wundern Sie sich über die karge Umgebung rund um das neue Gemeindehaus? Das ist verständlich.

Die Grünfläche rund um das neue Gemeindehaus sieht momentan eigenartig unterschiedlich und teilweise sehr karg aus. Dies hat mehrere Gründe. Einerseits konnten die Umgebungsarbeiten aufgrund von noch ausstehenden Fassadenarbeiten nicht zum idealen Zeitpunkt ausgeführt werden. Anderseits haben auch die heftigen Niederschläge vermutlich Abschwemmungen von Samen verursacht. Der Hauptgrund liegt jedoch in der Art der Begrünung. Eine naturnahe Umgebung benötigt ihre Zeit. Der Boden ist speziell mager zusammengesetzt, damit sich Pflanzen, die derartige Bedingungen lieben, speziell gut entwickeln können. Es gilt der Grundsatz: Je magerer der Boden, desto interessanter und wertvoller die Pflanzenvielfalt für die einheimischen Insekten und Kleinlebewesen. Dies bedeutet aber auch eine lange Entwicklungszeit der neuen Keimlinge.

Nun ist die richtige Pflege entscheidend. Wichtig ist am Anfang die frisch keimenden Kräuter nicht durch unnötiges Jäten zu verletzen, sondern nur zu mähen und auch ein bisschen Beikraut zu akzeptieren. Durch den sogenannten Säuberungsschnitt werden die unerwünschten Kräuter am Absamen gehindert und den gesäten Pflänzchen wird Platz und Zeit gegeben sich langsam zu entwickeln. Erst wenn sich ein Bestand gebildet hat kann man störende Kräuter, wie Blacken oder invasive Neophyten, durch jäten entfernen.

Naturnahes Gärtnern benötigt Geduld. Diese wird aber reichlich belohnt werden. In zwei bis drei Jahren werden Sie Pflanzen blühen sehen, auf denen sich unzählige Schmetterlinge, Wildbienen und andere Kleinlebewesen tummeln und Nahrung finden. Im Boden werden Wildbienen und Käfer nisten und Stettlen ist um ein kleines ökologisches Paradies reicher.

Der Gemeinderat
Gruppe Umwelt & Natur

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